Über uns

Der Schützenverein 1864 Nieder-Erlenbach e.V. ist der älteste Verein Nieder-Erlenbachs und blickt auf eine langjährige Tradition zurück.

Der Verein hat ca. 145 Mitglieder, hiervon nehmen etwa 45 Mitglieder an Wettkämpfen und Meisterschaften teil.

Tradition

In der Lersnerschen Chronik finden sich Hinweise darauf, daß der Schießsport in Nieder-Erlenbach bereits um das 15. Jahrhundert ausgeübt wurde. Von einer Vereinsgründung zu dieser Zeit ist aber nichts überliefert.

Nach der Gründung des Deutschen Schützenbundes in Gotha im Jahre 1861 fand im darauffolgenden Jahr in Frankfurt am Main das erste deutsche Bundesschießen mit der Beteiligung einer ganzen Reihe Nieder-Erlenbacher Bürger statt.

Im Jahr 1864 wurde dann am 31. Juli der Schützenverein Nieder-Erlenbach gegründet. Um den Schießsport richtig durchzuführen, wurden bald am Schwalbenberg 2 Bahnen à 175m und eine Bahn von 300m Länge gebaut. Gleichzeitig errichtete man noch eine Halle, um gegen Witterungseinflüsse geschützt zu sein. Auf dieser Sportanlage fanden dann die Preisschießen, verbunden mit einem Volksfest, statt. Die Vereinschronik berichtet, dass auf der Wiese eifrig das Tanzbein geschwungen wurde. Aus dem Jahr 1875 ist die erste Schießordnung bekannt.

Zwischen den beiden Weltkriegen

Nach dem 1.Weltkrieg wurde der Verein am 27. Mai 1921 neugegründet. Die erste größere Veranstaltung war der Schützenball im Januar 1922. Im Juni 1922 wurde ein neuer Schießstand an der Stelle errichtet, wo er sich noch heute befindet.

Der Bau wurde durch Spenden und die Ausgabe von Schuldscheinen finanziert.

In den 20er und 30er Jahren machte der Verein alle Höhen und Tiefen mit, nicht nur die wirtschaftlichen. Im Jahr 1933 wurde der Schützenverein wie alle Vereine gleichgeschaltet und damit seiner Selbstbestimmung und Selbstständigkeit beraubt. Mit Beginn des 2. Weltkrieges kam das Vereinsleben allmählich zum Erliegen. Der Schießstand wurde zur vormilitärischen Ausbildung in Anspruch genommen.

Nach dem 2. Weltkrieg

Am 31. Juli 1953 versammelten sich einige alte Vereinsmitglieder.

Sie beschlossen, den 1945 von der allierten Militärregierung aufgelösten Schützenverein 1864 Nieder-Erlenbach fortzuführen. Anfang 1954 wurde der Übungsbetrieb mit dem Luftgewehr aufgenommen. Das Training und auch die Heimwettkämpfe fanden in der Gaststätte "Zum Kühlen Grund" statt. Bereits ein Jahr nach der Wiedergründung wurden Vereinsmeisterschaften ausgetragen. Im Kreis Obertaunus wurde an Kreismeisterschaften und Rundenkämpfen teilgenommen. Seit Oktober 1973 können im Bürgerhaus 9 Luftgewehr- bzw. Luftpistolen-Stände benutzt werden.

Die Kleinkaliberschützen mußten bis auf weiteres zu befreundeten Vereinen ausweichen. Der nach dem Krieg abgebaute Kleinkaliberstand wurde unter großer Mühe wieder aufgebaut und die Schießanlage 1957 in Betrieb genommen. Zwischen Schützenstand und Kugelfang floß der Erlenbach hindurch. Bereits zehn Jahre später ließ der Zustand des Schießstandes kein Training und erst recht keine Wettkämpfe mehr zu.

Im Jahr 1971 begannen die Planungen für einen Neubau des KK-Standes und im Frühjahr 1975 war der erste Spatenstich.

Am 8. und 9. Juli 1978 konnte der Schießstand mit 5 Bahnen über 25m für Faustfeuerwaffen und 6 Bahnen über 50m für Langwaffen, mit sanitären Anlagen, einer Küche und einem Aufenthaltsraum eingeweiht werden.

In Eigenleistung wurden rund 6000 Arbeitsstunden erbracht.

Im Jahr 1964 feierte der Verein sein 100 jähriges Bestehen mit einem Festkommers.

1979 jährte sich die Gründung Nieder-Erlenbachs zum 1200mal. Der Schützenverein beteiligte sich am Festzug mit einem Motivwagen und Schwarzpulverschützen.

Im Jahr 1989 wurde das 125. Bestehen des Vereins gefeiert. An dieser Stelle endet die niedergeschriebene Geschichte des Schützenvereins Nieder-Erlenbach und wir sind in der Gegenwart angekommen.